Solidarität in Zeiten von Corona in Paderborn

Die BIOHAUS-Stiftung reagiert alarmiert auf die diversen gerade verkündeten Lockerungen der CORONA-Regeln und zeigt sich sehr besorgt um Leben und Gesundheit diverser verletztlicher und schutzloser gesellschaftlicher Gruppen. „So, wie auf Druck der Wirtschaft und vieler Lobby-Verbände jetzt  die Ansteckungsgefahr wieder erhöht wird, ist es absolut kaltschnäuzig und unverantwortlich“, sagt Stiftungsgründer Willi Ernst. „Wer erhöhte Infiziertenzahlen in Kauf nimmt , schliesst auch eine Erhöhung der Sterbeziffern, also mehr  Tote mit ein.“ Und diese – das wisse man inzwischen- würden dann vornehmlich bei Alten, Vorerkrankten und anderen „Randgruppen außerhalb der wirtschaftlichen Nützlichkeit“ zu beklagen sein. Daher müssten jetzt unbedingt die Anzahl und Kapazitäten von CORONA-Tests massiv erhöht und der Fokus auf Verbesserungen für die „Randgruppen“ verschärft werden, was z. B. eine Fortsetzung  der Fussball-Bundesliga nach dem Motto Brot und Spiele geradezu verbiete.

„Unsere Gesellschaft befindet sich jetzt an einem Scheideweg,“ so Ernst. „Entweder wir folgen wieder der alten Ich-Ich-Ich-Logik des Schneller-Mehr-Reicher, oder wir entwickeln eine neue Form eines wirklich sozialen Miteinanders, wo die Schwächsten das Mass des Handelns, den Takt des Vorgehens ausmachen.“

So halten die BIOHAUS-Stiftung und viele andere freie Träger sozialer Aktivitäten ein unbedingtes Festhalten an den Schutzbestimmungen für absolut wichtig, um ein verstärktes Aufflammen der Pandemie und die befürchtete „zweite Welle“ zu vermeiden.  Dabei gelte es erst recht, auch die Betreuten dieser Einrichtungen wie auch das eigene Personal mit ausreichend Schutzmitteln zu versehen. Etliche freie Träger hätten dazu nicht genügend Finanzmittel, die betreuten Menschen oft erst recht nicht, kämen sie doch VORWIEGEND aus wirtschaftlichen, psychischen und sozialen Notlagen.

Daher hat die BIOHAUS-Stiftung die Aktion „solidarischer CORONA-Schutz“ initiiert, um ihre eigenen Aktivitäten in der Flüchtlingshilfe, aber auch die des Frauenhauses, von KIM Soziale Arbeit, der Tafel Paderborn und der Aidshilfe zügig und wirkungsvoll zu schützen.

Schnell wurde in Bielefeld mit der Firma DEMAN Europe eine gute und günstige Lieferquelle gefunden, ebenso bei dem Paderborner Getränkehersteller MBG; einfache Schutzmasken zum Verteilen wie auch FFP2-Masken für den Eigenschutz des Personals waren in kürzester Zeit verfügbar, ebenso Desinfektionsmittel.

Dies haben Anfang Mai die Vorstände der Biohaus-Stiftung Volker Bastert und Willi Ernst an Verantwortliche der befreundeten Organisationen übergeben. „Und dabei möchten wir betonen,“ so Volker Bastert, „daß alle sehr mass- und rücksichtsvoll ihren Bedarf angemeldet haben, eben wirklich solidarisch.“

Weitere Bedürftige, die finanzielle oder organisatorische Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Schutzausrüstung haben, können sich zur Koordinierung eventueller Hilfe bei der Biohaus-Stiftung melden:  Tel. PB 2840875 oder info@biohaus-stiftung.org