Katastrophenhilfe nach Erdbeben in Haiti läuft – Biohaus-Partner in Aquin ist voll in Aktion

Nach dem Erdbeben, das am Samstag, 14. August den Süden des Karibikstaats Haiti erschüttert hat, sind erste Hilfe und Wiederaufbau angelaufen. Das Trauma der Bevölkerung über mindestens 2200 Tote, Tausende Verletzte und unzählige zerstörte Gebäude ist groß. Doch gerade die kleineren Hilfsorganisationen vor Ort leisten ganz wichtige und direkte Hilfe.

In der Stadt Aquin, die etwa 10.000 Einwohner hat, ist die Organisation „Haiti Projet Education“, kurz HPE, mit der die Paderborner BIOHAUS-Stiftung für Umwelt und Gerechtigkeit seit 10 Jahren eng verbunden ist, seit der Stunde des Bebens sehr aktiv. Sie brachte Verletzte ins Krankenhaus und versorgte in Notküchen die Bevölkerung mit Nahrung, indem auf der Strasse mit von HPE organisierten Reis und Bohnen gekocht wurde.
Die direkte Kommunikation mit den haitianischen Freunden von HPE funktioniert sehr gut per Telefon und WhatsApp , sie schickten Fotos und Handyfilme, die das Ausmass der Katastrophe zu zeigen: „80 % der Häuser Aquins sind eingestürzt, vor allem die aus Stein und Beton gebauten. Die Zahl der Verletzten können wir nicht überblicken, das Krankenhaus ist heillos überfüllt“, berichtet Kebrau Lazarre. „Jetzt kommen nach den Überschwemmungen auch noch weitere Probleme dazu: Latrinen müssen neu angelegt und trockene Schlafplätze gebaut werden. Aber die mit tatkräftiger Hilfe der Biohaus-Stiftung und Spendengeldern geschaffene Infrastruktur von HPE hilft uns sehr“, sagt Claudette Coulanges, die auch schon durch ihre Besuche in Paderborn bekannt ist. „Und die ersten schnell überbrachten Spendengelder haben wir sofort in die Lebensmittelhilfe stecken können sowie den Bau von Unterständen.“

Als Nächstes hat HPE einen Teil der Spendengelder als Kredit zur Beschaffung von Lebensmitteln und Baumaterialien an Familien ausgezahlt, die am schlimmsten betroffen sind und plant den Bau von Latrinen, um Seuchen vorzubeugen.

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist 9c0df212-3052-49d6-b8ec-67e8bb92b998-1024x683.jpg

Die Biohaus-Stiftung bleibt selbstverständlich im allerengsten Kontakt mit ihren Freunden in Haiti, schliesslich ist der Bedarf doch weiter enorm. „Die Erfahrungen nach den letzten Naturkatastrophen in Haiti zeigen, daß große Hilfsorganisationen und staatliche Gelder bei den Betroffenen oft gar nicht ankommen, gerade auf dem Land“, so Willi Ernst. „Da sind Organisationen wie unsere und HPE am effektivsten, und die Spenden kommen sehr schnell und eins zu eins direkt an.“

Unser sofort nach dem Beben gestarteter Spendenaufruf hat sehr gute Resonanz aus dem Paderborner Land und ganz Deutschland. Aber wir müssen unbedingt weitermachen und noch mehr Unterstützer gewinnen für die Menschen in Haiti.

Spenden gegen steuerwirksame Spendenquittungen werden mit dem Stichwort Erdbebenhilfe Aquin erbeten auf das Konto IBAN: DE16 4306 0967 4092 8583 00 bei der GLS Gemeinschaftsbank eG.